Veröffentlichungen · 02. Juli 2020
Beschreibung der Folge Heute ist der Markt an religiösen Deutungsangeboten riesig und global, umso mehr stellt sich die Frage: Hat eine Religion recht? Oder ist die Wahrheit größer als alle Einzelreligionen? Aber warum gibt es die dann noch? Das frage ich Giannina Wedde, Coach und Mystikerin, die sich als Christin bezeichnet und zugleich in vielen Religionen zu Hause ist. Das war in ihrem Leben allerdings nicht immer so…
Veranstaltungen · 30. Juni 2020
Das erste Seminar seit Monaten, seit dem Coronaausbruch und dem gefühlten Stillstand der Realität, wie wir sie kennen, liegt nun hinter uns. So verbrachten wir gemeinsam auf dem Schwanberg in Franken einige Tage, um wieder ein wenig Begegnung zu geniessen, uns auszutauschen, zusammen zu meditieren, in der Natur auszuruhen und mit einem weiten Blick über den Tellerrand der Gewohnheit und der Konfessionsgrenze auf Maria als lebendige archetypische Figur zu schauen. Ein bisschen mulmig war uns...

Kritisches · 20. Mai 2020
Ein lieber Freund sagte neulich zu mir: "Weisst Du, was mir mehr Angst macht als das Virus? Die Menschen. Die Menschen, die hamstern, die Menschen, die Schlägereien wegen Masken anfangen, die Menschen, die lautstark demonstrieren und schreien, dass sie in einer Diktatur leben, die Menschen, die sich einen Dreck um Hygiene- und Abstandsregeln scheren." Als Risikopatient hat er großen Respekt vor dem Virus, die grösste Angst macht ihm aber etwas anderes, denn: das Virus ist neutral. Es mag...
Gebete · 18. April 2020
Ich nehme die Vergangenheit in mein Herz, die zu mir gehört und die ich nicht ändern kann. Ich nehme die Gegenwart in mein Herz, die ich forme, mit schöpferischen Händen.Ich nehme die Ungewissheit in mein Herz,das Neue, das mich erstauntdas Fremde, das mich irritiert.das Morgen, das ich nicht kenne,die Dinge, die ich nicht ändern kannund die angenommen sein wollen.Ich nehme die Welt in mein Herz,mit ihrer Schönheit und ihren Gaben,mit ihren Fragen und Wunden,mit den Menschen, die darin...

Auslese · 12. April 2020
Ich wünsche Dir und Deinen Lieben Frohe Ostern! 🔥 Ich möchte warten können. Auf mich und was ich werde. Auch auf die Dinge, die uns alles abverlangen, auf Freude, die am Schmerz gewachsen ist, auf Menschlichkeit, die sich nicht selbst bedauert. Ich will der Gutheit jedes Morgens trauen, will mich an die vielen Zeichen erinnern, die freundlich an den Rändern meiner Wege lagen als Spuren einer Weisheit, die mich hält. Ich möchte glauben können. Nicht an die Dinge, die ich nicht...
Auslese · 10. April 2020
Auch das ist Dein Kreuz, dass die Fragen der Zeit Dich ahnungslos finden, dass Deine Hände blind den Ton des Tages formen, und dass Du mit den wilden Tieren der Freiheit allein bist in der Höhlung der Nacht. Auch das ist Dein Kreuz, dass Du verwundbar bist wie jedes Wasser, wie jede Erde, jeder Wind, dass Wort und Blick und mehr noch das Vergessen genug sind, Dich zu Fall zu bringen. Auch das ist Dein Kreuz, dass Du vergebens nach der Unschuld trachtest, dass Deine ungereifte Menschlichkeit...

Kritisches · 03. April 2020
Während die Wochen im Griff der Corona-Krise verstreichen, wird mir im Blick auf mich selbst und Andere eines immer deutlicher: wie wichtig es ist, das Fürchten zu lernen. Vom ersten bangen Blick ins coronageplagte Ausland über Merkels erste Ansprache und den Lockdown, die Justierung von Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren bis hin zu den täglichen mathematischen Kapriolen angesichts der Frage, ob die Intensivbetten, Beatmungsgeräte und personelle Ressourcen hierzulande ausreichen...
Kritisches · 21. März 2020
Ja, es sind gespenstische Zeiten. Keine Frage. Wenn vieles, an das wir gewöhnt sind, wegbricht, macht sich eine tiefe Verunsicherung breit, bei vielen auch eine ungute Angst, die mit fortschreitender Zeit ganz schön an den Nerven rütteln kann. Wir sind schliesslich die Ich-will-so-bleiben-wie-ich-bin-Gesellschaft. Die Wir-leben-doch-in-einem-freien-Land-Gesellschaft. Die Jeder-ist-seines-Glückes-Schmied-Gesellschaft. Im Moment aber bleibt wenig so wie es ist, und die Freiheiten gehen peu a...

Kritisches · 09. März 2020
"Es gibt kein richtiges Leben im falschen", sagte Adorno einst, und ich kenne keinen Satz, der mir seit wenigstens fünf Jahren so unablässig durch den Kopf und die Magengrube wandert, wenn ich an die himmelschreiende Not der Flüchtenden und Europas perfide Abschottungspolitik denke. Das "richtige" im offenkundig Falschen zu tun, das ist inzwischen für mich das unerträglich gewordene Business as usual: wir gehen weiter zur Arbeit, kaufen unser Bio-Obst, treffen Freunde, schlafen nachts...
Veranstaltungen · 25. Februar 2020
Morgen beginnt die Fastenzeit. Ich möchte an dieser Stelle herzlich zu meinem viertägigen Seminar einladen, in dem wir - passend zur Passionszeit - etwas sehr unpopuläres tun: wir schauen beherzt auf unsere Wunden, auf unseren Schmerz, unsere Angst, unsere Scham, und üben einen kreativen, meditativen und konstruktiven Umgang mit unserer Verwundbarkeit. Vielfach lassen wir uns in spirituellen Milieus zu der Annahme verleiten, Glück und positive Gestimmtheit seien Ziele, die um jeden Preis...

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